Vitamin-A-Mangel

Vitamin-A-Mangel

Ein Vitamin-A-Mangel ist eine Form der Hypovitaminose, die durch eine zu geringe Zufuhr von Vitamin A bedingt ist. Er tritt vor allem in Entwicklungsländern auf. Mögliche Ursachen eines Vitamin-A-Mangels sind zum einen längerfristig unzureichende Aufnahme von Vitamin A mit der Nahrung. Insbesondere in Süd- und Ostasien, da dort Reis (enthält kein Beta-Carotin) als Hauptnahrungsmittel gilt. Zum anderen bei Störungen der Fettresorption z.B. bei Zöliakie, zystischer Fibrose, Pankreasinsuffizienz, Kurzdarmsyndrom, Giardiasis, Leberzirrhose. Auch medikamentös kann ein Vitamin A Mangel induziert werde, z.B. durch Cholestyramin oder Neomycin. Weiterhin wird ein Vitamin-A-Mangel durch Infektionen (z.B. Masern) sowie durch einen Zinkmangel verstärkt. Alkohol beeinflusst die Umwandlung von Retinol in Retinal im Auge. Frühsymptome eines Vitamin-A-Mangels sind Nachtblindheit (Nyktalopie) sowie Photophobie (Lichtscheu). Eine Augenbeteiligung kann sich weiterhin in Form einer konjunktivalen Xerose mit Bitot-Flecken (weiße Flecken aus keratinisiertem Epithel auf der Sklera), selten mit Hornhautgeschwüren und – nekrosen bzw. in Form einer Xerophthalmie manifestieren. Ein symptomatischer Vitamin-A-Mangel geht mit einer erhöhten Sterblichkeit durch Diarrhö, Dysenterie, Masern, Malaria und Atemwegserkrankungen einher. Vitamin-A-Mangel kann die Barrierefunktionen der Epithelien stören und das Immunsystem schwächen. Weitere Symptome können trockene, schuppige Haut (Xerodermie), Wachstumsstörungen, Ossifikationsstörungen oder Fertilitätsstörungen sein. In tierischen Lebensmitteln liegt Vitamin A v.a. als Retinylpalmitat vor. Pflanzliche Quellen enthalten Carotinoide (v.a. Beta-Carotin), die als Provitamin A wirken.

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