Makuladegeneration
Der Behandlungszeitpunkt zählt

 

Die  Ursachen der altersbedingten Makuladegeneration 

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine Erblindung jenseits des 65. Lebensjahres. Durch degenerative, altersbedingte Stoffwechselprozesse kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der Stelle des schärfsten Sehens, der sogenannten Makula oder auch „Gelber Fleck“ genannt.

Je nach individueller Ausprägung und Verlauf führt dieser schmerzlose Abbau von Sinneszellen zum Verlust des zentralen Sehvermögens und schränkt den Alltag betroffener Patienten zum Teil stark ein.

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Unser Precise Vision Podcast zum Thema AMD: Hier erklärt Dr. Kretz Ihnen alles was Sie zur altersbedingten Makuladegeneration wissen müssen und klärt außerdem über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmethoden der Krankheit auf.

Die Symptome der AMD

Ein typisches Symptom der altersbedingten Makuladegeneration ist eine zunhemende Verschlechterung des Sehens, speziell ein dunkler oder trüber Fleck in der Mitte des Sichtfelds und das verzerrte Wahrnehmen gerader Linien, das gut anhand des Amsler-Gitter-Tests festgestellt werden kann.

Vor allem Alltägliches, wie Lesen, Fernsehen und Autofahren, fällt betroffenen Patienten zunehmend schwerer, was zu erheblichen Einbußen an Lebensqualität und Selbständigkeit führt. Deswegen ist es besonders wichtig, die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

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Formen der AMD

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der trockenen und der feuchten From der AMD.

Die trockene AMD

Die trockene AMD ist die weitaus verbreitetere Form. Dabei kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten und Durchblutungsstörungen in der Netzhautmitte.

Im Verlauf der Erkrankung wird die Versorgung der Sehzellen in der Makula immer mehr eingeschränkt bzw. unterbunden. Im Spätstadium der trockenen Makuladegeneration werden Sinneszellen und deren Ernährungszellen zerstört und das zentrale Sehen verschlechtert sich erheblich.

Die feuchte AMD

Die feuchte Form der AMD entwickelt sich in der Regel aus der trockenen AMD. Sie ist seltener und schreitet sehr viel schneller und aggressiver voran. Dabei kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum von undichten Blutgefäßen aus der Aderhaut in die Netzhaut, wo sie Blutungen, Schwellungen oder Narbenbildung auslösen.

Durch die Ansammlung von Gefäßflüssigkeit oder durch Einblutung kommt es zu Schwellungen und zu einer Abhebung der Netzhaut. Bei dieser Verlaufsform kann innerhalb kurzer Zeit ein massiver Sehverlust eintreten, der durch frühzeitige Diagnosestellung und Therapiebeginn verlangsamt und manchmal sogar aufgehalten werden kann.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Trockene AMD

Derzeit gibt es noch keine gesicherte Therapie für die Behandlung der trockenen AMD, deshalb ist eine Früherkennung zur Vermeidung von Risikofaktoren besonders wichtig.

Feuchte AMD

Neusten Erkenntnissen zufolge gilt der Wachstumsfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) als Ursache für die Überproduktion von Gefäßen. Durch den weltweit hochfrequenten Einsatz sogenannter VEGF-Hemmer, wird das unkontrollierte Wachstum der Gefäße aufgehalten. 

Das Medikament wird bei Betroffenen in regelmäßigen Abständen in den Glaskörper des Auges injiziert (intravitreale Injektion). Millionen Patienten konnte auf diese Weise bereits zu einer Stabilisierung des bestehenden Sehvermögens und teilweise auch zu einer Verbesserung verholfen werden.

Die diagnostischen und therapeutischen Bemühungen gehen stetig weiter. Verfeinerte und frühere diagnostische Möglichkeiten, Kombinationstherapien und neue Medikamente versprechen für die Zukunft Erleichterungen für die Patienten (z.B. verlängerte Behandlungsintervalle) und bessere, langfristigere Ergebnisse. Seit Ende 2019 wird bei der feuchten AMD auch die optische Kohärenztomographie als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse zur Diagnostik und Therapiesteuerung angewendet.

Risikofaktoren der AMD

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko einer AMD erhöhen.

Risiken

Alter
Im fortgeschrittenen Alter erhöht sich das Risiko an einer AMD zu erkranken. Daher empfehlen wir die jährliche augenärztliche Untersuchung ab dem 50. Lebensjahr. 

Rauchen
Rauchen erhöht das Risiko an einer AMD zu erkranken.

Genetische Vorbelastung
Untersuchungen zufolge ist das Risiko an einer AMD zu erkranken höher, wenn einer der beiden Elternteile betroffen ist.

Sonneneinstrahlung
Übermäßige Belastung der Makula durch UV-Einstrahlung kann durch das Tragen einer Sonnenbrille vermindert werden.

Kosten AMD Vorsorgeuntersuchungen

Untersuchung der Beschaffenheit der Makula (Stelle des schärfsten Sehens)

Fotografie des Augenhintergrundes mittels Funduskamera. Diese macht Veränderungen sichtbar, die wichtig für die Verlaufskontrolle bei Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetischen Natzhautveränderungen sind. Außerdem wird die Funduskamera zur Diagnostik der Beschaffenheit und Veränderungen des Sehnervs genutzt.

 

"Ist das Auge klar,
so ist es auch die Welt."

Ernst v. Feuchtersleben

 

 

 

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